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Wer bin ich?
Hmmm, also das ist eine
interessante Frage, an der schon klügere
Köpfe als ich verzweifelt sind!
Also - das bin
ich. OK,
OK - das war ich
vor
gut 40 Jahren. Inzwischen bin ich
- etwas
größer (1,62 m)
- etwas
schwerer: 84 kg (oops!)
- etwas erwachsener
- etwas weiser (?): Beruf, Uni, Job
- etwas weiter herumgekommen
- etwas älter halt ...
Ich bin im Winter 1967 in Magdeburg
zur Welt gekommen - besser auf die Welt geholt worden: ich
hatte
bereits 14 Tage Verspätung, als sich die Ärzte
entschlossen,
ein wenig nachzuhelfen. Irgendwie ist es
nicht verwunderlich,
daß
ich auch heute noch gern, viel und lange schlafe ....
In Magdeburg habe ich auch meine Kindheit verbracht. Wir
wohnten am südlichen Stadtrand im Stadtteil
Lüttgen-Salbke,
wo wir mit meinen Großeltern, Oma Käthe und
Opa Joseph (Jupp) ein
kleines Reihenhäuschen bewohnten. Das
heißt: meine Eltern, meine
Schwester, meine Katze und ich teilten uns 1 1/2 Zimmer, meine
Großeltern die verbleibenden zwei Räume. 
Nein, das war wirklich nicht
so schlimm, wie es jetzt vielleicht klingt, denn
für mich war es irgendwie "normal". Außerdem hatten
wir
einen riesigen Garten zum Spielen und Toben (ich kann mich auch noch
ganz blass an einen Hühnerstall erinnern) und eine
große Küche, in der sich oft die ganze Familie
traf.
Und
meine Großeltern väterlicherseits, Oma Erna und Opa
Walter, wohnten fast
nebenan. Sie hatten ebenfalls einen großen Garten und einen
dicken,
liebenswerten Cocker Spaniel namens Burgl.
Wir Kinder waren immer irgendwie draußen
unterwegs, in der
Wohnung hielten wir uns nur auf, wenn unsere Eltern uns bei einer
unsere zahlreichen Missetaten erwischt und gnadenlos die drakonischste
aller
Strafen "Stubenarrest!" verhängt hatten.
Dann saß ich meist bei meinem Opa Josef, einem
pensionierten
Postbeamten, sah ihm beim Lottoscheine-Kontrollieren zu und lauschte
seinen Geschichten aus dem 1. Weltkrieg, in dem er in der Kaiserliche
U-Boot Marine gedient hatte und vor England beinahe versenkt worden
wäre.
Oder aber ich half meiner Oma beim Nähen - mein
Job war
es, den Zwirn durch das Nadelöhr zu
fädeln. Oma hat
dabei gern, viel und falsch gesungen; Küchenlieder wie
"Lieschen
ging im Wald spazieren" oder "Mariechen saß weinend im
Garten".
Ich weiß nicht, wie Opa das ausgehalten hat, ich jedenfalls
hatte
es bei solchen Gelegenheiten immer sehr eilig, wieder an die frische
Luft zu kommen ...
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