Farrendahls Februar Fiasko

Wer bin ich?zumindest sah ich irgendwann mal so aus ...

Hmmm, also das ist eine interessante Frage, an der schon klügere Köpfe als ich verzweifelt sind!

Also - das bin ich. OK, OK - das war ich vor gut 40 Jahren. Inzwischen bin ich

  • etwas größer (1,62 m)
  • etwas schwerer: 84 kg (oops!)
  • etwas erwachsener
  • etwas weiser (?): Beruf, Uni, Job
  • etwas weiter herumgekommen
  • etwas älter halt ...

Ich bin im Winter 1967 in Magdeburg zur Welt gekommen - besser auf die Welt geholt worden: ich hatte bereits 14 Tage Verspätung, als sich die Ärzte entschlossen, ein wenig nachzuhelfen.Oma Erna, Opa Walter und ich Irgendwie ist es nicht verwunderlich, daß ich auch heute noch gern, viel und lange schlafe ....

In Magdeburg habe ich auch meine Kindheit verbracht. Wir wohnten am südlichen Stadtrand im Stadtteil Lüttgen-Salbke, wo wir mit meinen Großeltern, Oma Käthe und Opa Joseph (Jupp) ein kleines Reihenhäuschen bewohnten. Das heißt: meine Eltern, meine Schwester, meine Katze und ich teilten uns 1 1/2 Zimmer, meine Großeltern die verbleibenden zwei Räume. Burgl und ich

Nein, das war wirklich nicht so schlimm, wie es jetzt vielleicht klingt, denn für mich war es irgendwie "normal". Außerdem hatten wir einen riesigen Garten zum Spielen und Toben (ich kann mich auch noch ganz blass an einen Hühnerstall erinnern) und eine große Küche, in der sich oft die ganze Familie traf.
Und meine Großeltern väterlicherseits, Oma Erna und Opa Walter, wohnten fast nebenan. Sie hatten ebenfalls einen großen Garten und einen dicken, liebenswerten Cocker Spaniel namens Burgl.

Wir Kinder waren immer irgendwie draußen unterwegs, in der Wohnung hielten wir uns nur auf, wenn unsere Eltern uns bei einer unsere zahlreichen Missetaten erwischt und gnadenlos die drakonischste aller Strafen "Stubenarrest!" verhängt hatten.

Dann saß ich meist bei meinem Opa Josef, einem pensionierten Postbeamten, sah ihm beim Lottoscheine-Kontrollieren zu und lauschte seinen Geschichten aus dem 1. Weltkrieg, in dem er in der Kaiserliche U-Boot Marine gedient hatte und vor England beinahe versenkt worden wäre.
Oder aber ich half meiner Oma beim Nähen - mein Job war es, den Zwirn durch das Nadelöhr zu fädeln. Oma hat dabei gern, viel und falsch gesungen; Küchenlieder wie "Lieschen ging im Wald spazieren" oder "Mariechen saß weinend im Garten". Ich weiß nicht, wie Opa das ausgehalten hat, ich jedenfalls hatte es bei solchen Gelegenheiten immer sehr eilig, wieder an die frische Luft zu kommen ...

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